6. Oktober 2014

Ein Abgang nach Maß

Günther nach Super-Wochenende Vizemeister

Maximilian Günther verabschiedet sich nach zwei Jahren gebührend aus dem ADAC Formel Masters. Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring sicherte sich der Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy vorzeitig die Vize-Meisterschaft. Damit wiederholte der 17-Jährige den Erfolg aus dem Vorjahr, als er seine Rookie-Saison ebenfalls auf dem zweiten Gesamtrang beendete.

Zum Abschluss setzte Maxi in Hockenheim weitere Highlights seiner Karriere. Zunächst sicherte er sich die Doppel-Pole im Qualifying. Mit Podestplatz zwei im Auftaktrennen gelang dem Rettenberger anschließend ein historischer Erfolg: Mit insgesamt 21 Podiumsplatzierungen führt er die ewige Bestenliste des ADAC Formel Masters in dieser Kategorie an. Im zweiten Rennen verpasste Maximilian als Vierter nur knapp eine weitere Top-Drei-Platzierung.

Vize-Meisterschaft verteidigt – wie ordnest du das ein?
Maxi in der Kurzversion: „Angesichts unserer Situation war das ein Riesen-Erfolg.“ Mit deutlichem Vorsprung machte Maximilian in Hockenheim den Gewinn des Vize-Titels perfekt. In der Gesamtwertung ordnete er sich direkt zwischen den beiden Piloten des Meister-Teams ein. Nach seiner überragenden Rookie-Saison 2013 war die Meisterschaft Maximilians erklärtes Ziel gewesen. Das Gesamtpaket seines Titelkontrahenten war am Ende jedoch überlegen. „Sie waren insgesamt einfach besser aufgestellt, aber immerhin konnte ich sie einige Male ärgern und wir haben stets das Maximum herausgeholt“, sagt Maxi. In Zahlen ausgedrückt: Sechs Pole Positions, vier Siege, zehn Podiums und vier schnellste Rennrunden. In jeder dieser Kategorien war Maximilian der zweiterfolgreichste Fahrer der Saison 2014.

Doppel-Pole zum Abschied – wie konnte das klappen?
Fakt ist: In der siebenjährigen Geschichte des ADAC Formel Masters ist Maximilian der mit Abstand erfolgreichste Qualifying-Pilot. 14 Pole Positions sind ein deutlicher Beleg für seinen Speed im Rennauto. In Hockenheim war der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot mehr als zwei Zehntelsekunden schneller als der Zweitplatzierte. „Das war unheimlich motivierend“, erklärt Maximilian. „Im Mittelsektor habe ich eine halbe Sekunde auf den Geraden verloren, weil andere Autos viel mehr Topspeed hatten. Im fahrerisch sehr anspruchsvollen dritten Sektor konnte ich aber sechs Zehntel gutmachen und mich somit durchsetzen.“

Maxis Lehren vom Hockenheimring
1. „Nie den Kopf in den Sand stecken, immer das Maximum herausholen – dann wirst du belohnt.“
2. „Hockenheim hat gezeigt: Wenn alles perfekt läuft, kannst du immer ganz vorne stehen.“
3. „Im Mittelfeld lernt man Rad an Rad zu kämpfen. Das wird mir in Zukunft sehr zugute kommen.“

Wie geht es jetzt weiter?
Die Saison ist nach insgesamt acht Rennwochenenden beendet, doch für Maximilian geht es rasant weiter. Nächstes Ziel: ‚Deutschlands Motorsport-Talent des Jahres‘ werden. Maxi führt die Gesamtwertung der Deutsche Post Speed Academy – Deutschlands erfolgreichstem Motorsport-Förderprogramm – seit Beginn des Jahres an. Nach Siegen in zwei von drei Wertungszeiträumen stehen die Chancen gut, dass Maximilian den Gesamtsieg holt. Damit würde er in die Fußstapfen erfolgreicher Vorgänger wie den Formel-1-Stars Nico Hülkenberg und Adrian Sutil treten.

Foto: ADAC Formel Masters