2. Mai 2017

Podiumserfolg in Monza – Punkteserie fortgesetzt

Nächstes Rennwochenende, nächster Podestplatz für Maximilian Günther. Beim zweiten Lauf der FIA Formel-3-Europameisterschaft in Monza erzielte der 19-Jährige seine zweite Podiumsplatzierung in dieser Saison. Günther fuhr beim dritten Rennen auf der italienischen Formel-1-Strecke vom sechsten auf den dritten Platz nach vorne. Damit sammelte der amtierende Formel 3 Vize-Europameister seinen insgesamt 17. Podiumsplatz in der stärksten Nachwuchsserie der Welt.

Beim Heimrennen seines Prema Powerteam zeigte Günther nach einem kniffligen Qualifying eine beeindruckende Leistung in den drei Rennen. Am Samstag verbesserte er sich von der 14. bis auf die 7. Position. Im ersten Rennen am Sonntag machte er drei Plätze gut und verpasste das Podest als Vierter nur knapp. Mit Platz drei im abschließenden Lauf sammelte Günther weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft.

Das Starterfeld der FIA Formel-3-Europameisterschaft ist in diesem Jahr besonders stark besetzt. Konstanz gilt als wichtiger Schlüssel für den Erfolg. Günther setzte seine Punkteserie auch in Monza fort. Er fuhr in den bislang sechs Saisonrennen fünfmal unter die besten Vier. Als einer von nur vier Piloten erzielte er in jedem Lauf Punkte. In der Gesamtwertung belegt Günther den vierten Platz.

Am kommenden Wochenende beginnt ein neues spannendes Kapitel in Günthers Karriere. Er reist mit dem Mercedes-AMG Motorsport DTM Team erstmals zum DTM-Saisonstart auf dem Hockenheimring (05. bis 07. Mai). Als siebter Fahrer begleitet er die Marke mit dem Stern während der Saison zur Rennstrecke, um auf weitere Aufgaben vorbereitet zu werden.

5 Fragen an Max Günther

Du hast im 1. Rennen eine tolle Aufholjagd bis auf Platz sieben hingelegt. Wie ist dir das gelungen?
Ich hatte einen guten Start und hätte direkt mehrere Positionen gutmachen können. Aber direkt vor mir hat ein anderer Fahrer seinen Motor abgewürgt. Ich musste ausweichen und habe dadurch an Schwung verloren. Zudem wurde ich in der Schikane von der Strecke gedrückt. So bin ich zunächst nicht über Platz 13 hinausgekommen. Dann habe ich mir einen Konkurrenten nach dem anderen zurechtgelegt und überholt. Kurz vor Rennende sogar zwei Autos in einer Kurve, um auf Platz sieben zu kommen. Von Startposition 14 war das die maximale Schadensbegrenzung.

Im 2. Rennen hast du dich ebenfalls nach vorne durchgekämpft…
Ja, von Startplatz sieben ging es gut nach vorne. Alle Rennen haben mir wirklich großen Spaß gemacht. Überholmanöver in der Formel 3 sind nicht einfach, aber in Monza kam ich richtig gut zurecht. Ich habe mich auf Platz vier nach vorne gekämpft und dann versucht, die Lücke zu meinem Teamkollegen Mick zu schließen. Mein Speed war gut, aber unter der Aufholjagd haben meine Reifen etwas gelitten. Letztendlich habe ich mich darauf konzentriert, den vierten Platz zu sichern.

Dein Podestplatz im 3. Rennen war ein guter Abschluss. Hättest du damit gerechnet?
Der Start klappte wieder super und ich war recht schnell auf Platz vier. Dann habe ich mir mit Eriksson einen guten Kampf ums Podium geliefert. Ich konnte ihn überholen und da mein Speed generell gut war, habe ich Boden auf die Spitze gutgemacht. Gegen Rennende ist Eriksson noch einmal an mich herangekommen und wir haben ein weiteres Mal hart gekämpft. Ich habe mich durchgesetzt und mir den nächsten Podestplatz geschnappt. Beim Heimrennen meiner Jungs auf dem Podium zu stehen, war etwas ganz Besonderes.

Der Kampf um die Meisterschaft ist so eng wie schon lange nicht mehr. Wie siehst du das?
Aktuell kämpfen drei Teams um die Meisterschaft: Meine Jungs von Prema, dazu Carlin und Motopark. Es ist zu früh für eine Prognose, aber ich bin sicher, dass wir nichts von unserer Teamstärke eingebüßt haben. Es ist allerdings enger als in den vergangenen Jahren und das Niveau ist noch höher. Ich hoffe, dass wir den Gegnern bald wieder zeigen können, wo der Hammer hängt. Die Meisterschaft ist noch längst nicht entschieden. Deshalb ist es wichtig, immer gute Punkte zu holen. Das ist mir dieses Wochenende wieder gelungen.

In drei Wochen geht es zum Grand Prix de Pau nach Frankreich (20.-21. Mai). Was rechnest du dir beim berühmten Stadtrennen aus?
Zunächst einmal freue ich mich auf das kommende Wochenende, an dem ich das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team nach Hockenheim begleite. Das wird eine tolle Erfahrung für mich! Zwei Wochen später geht’s weiter nach Pau. Das wird sehr interessant, denn die Strecke ist völlig anders als Silverstone oder Monza. Es ist dort sehr eng, man fliegt nur so zwischen den Leitplanken hindurch. Ich kenne Pau gut, hier stand ich zum ersten Mal in der Formel 3 auf dem Podium. Der Schlüssel ist ganz klar das Qualifying. Wir müssen also von Anfang an einen fehlerfreien Job machen.