Maximilian in Monaco Zurück in den Punkten
Trotz eines Wochenendes mit gemischten Ergebnissen zeigten Maximilian und DS PENSKE beim Monaco E-Prix Double-Header große Entschlossenheit und starke Performance. Da es sich um einen Double-Header handelte, begann das Wochenende mit einem Ladestopp Rennen, bevor beim Sonntagsrennen Teams und Fahrer wieder auf die übliche Strategie mit zwei Attack Modes setzten.
Die beiden Rennen waren auf zwei Tage komprimiert, sodass es nach dem ersten freien Training keine Nacht zur Datenanalyse und zur Feinabstimmung des Set-ups gab. Schon im ersten freien Training fand Maximilian mit dem DS E-TENSE FE25 schnell seinen Rhythmus auf der Strecke in Monaco und war im zweiten Training mit P4 voll konkurrenzfähig.
In einem spannenden Qualifying fuhr Maximilian bis ins Halbfinale der Duelle und verpasste den Einzug ins Pole-Shootout nur knapp. Damit startete er von Platz drei, eine hervorragende Ausgangsposition auf den engen und verwinkelten Straßen von Monte Carlo.
Der Start gelang ausgezeichnet und Maximilian ging in die Rennmanagement-Phase, während er seinen dritten Platz behauptete. Beim Ladestopp ging es vor allem darum, den perfekten Zeitpunkt für den Boxenstopp zu finden, um die Streckenposition zu halten und anschließend den einzigen Attack Mode zu aktivieren. Die Strategieentscheidung schien zunächst effektiv zu sein, doch nachdem seine Konkurrenten später stoppten und an der Box waren, fiel er auf Platz elf zurück.
Mit seinem Attack Mode kämpfte er sich zurück in die Punkteränge und überquerte die Ziellinie auf Platz acht. Nach einer Fünf-Sekunden-Strafe wurde er jedoch auf Platz zehn zurückgestuft. Als Beleg dafür, wie hart Maximilian in der Schlussphase des Rennens kämpfte, fuhr er zudem die schnellste Rennrunde und sicherte sich damit einen Bonuspunkt.
Rennen 2 am Sonntag kehrte zum üblichen Format zurück. Mit zwei Attack Modes und ohne Boxenstopp, was die die Rennstrategie veränderte. Ausgestattet mit den Daten vom Samstag waren Maximilian und DS PENSKE zuversichtlich, um ein starkes Ergebnis kämpfen zu können. Auch im einzigen freien Training zeigte sich erneut der Speed, welcher anschließend im Qualifying in schnelle Einzelrunden umgesetzt werden sollte.
Maximilians erste Runde war sehr stark und hätte für den Einzug in die Duelle gereicht, wurde jedoch von den Sportkommissaren wegen Überschreitens der Track Limits gestrichen. Da die perfekte Reifentemperatur auf seine erste fliegende Runde ausgelegt war, verpasste er bei seinem zweiten Versuch den Einzug in die Duelle nur um weniger als eine Zehntelsekunde.
Damit stand Maximilian zu Rennbeginn vor einer schwierigen Aufgabe. Er musste nicht nur das energieeffizientere Rennen mit zwei Attack Modes managen, sondern sich auch von Platz zwölf durch das Feld arbeiten. Auf dem Circuit de Monaco, der bekanntermaßen extrem schwierig zu überholen ist. Maximilian entschied sich für eine späte Attack-Mode-Strategie. Ziel war es, zu Beginn des Rennens Energie zu sparen und seine Konkurrenten am Ende anzugreifen, wenn diese im Energiesparmodus waren. Die Taktik erwies sich als wirkungsvoll, brachte ihn im Feld nach vorne und hätte nahezu sicher zu einem zweiten Punkteergebnis geführt. Doch eine weitere Fünf-Sekunden-Strafe machte die Hoffnung auf Punkte im zweiten Rennen zunichte.
Das Wochenende zeigte Fortschritte in die richtige Richtung für Maximilian und DS PENSKE, die weiterhin hart daran arbeiten werden, das volle Potenzial des Pakets auszuschöpfen. An ein Wochenende an dem alle Elemente zusammenpassen, besteht kein Zweifel daran, dass das Potential besteht ganz vorne mitfahren.
Bis die ABB FIA Formula E World Champion für Runde 11 in Sanya wieder ins Renngeschehen eingreift, gibt es eine Pause von etwas mehr als einem Monat. In dieser Zeit werden Maximilian und DS PENSKE im Simulator Daten sammeln, um in den letzten sieben Rennen zeigen zu können, was Maximilian und der DS E-TENSE FE25 zu leisten imstande sind.
ERGEBNISSE
Freies Training 1 – P13, 1:28.483
Freies Training 2 – P4, 1:26.988
Qualifying – P3 (Halbfinal-Duell, 1:26.968)
Rennen – P10
Freies Training 3 – P3, 1:26.818
Qualifying – P12 (Gruppe B, P6, 1:28.872)
Rennen – P13
Meisterschaftsstand – P18 (10 Punkte)
MAXIMILIAN GÜNTHER:
„Ich war begeistert, hier in Monaco großartigen Rennsport zu erleben. Es ist immer ein Rennen das ich liebe und auf das ich mich besonders freue, nicht nur weil ich hier lebe und Monaco inzwischen mein Zuhause nenne, sondern auch weil es eine so prestigeträchtige Strecke ist, wenn man dort erfolgreich ist. Dieses Wochenende verlasse ich mit gemischten Gefühlen, denn wir hatten absolut das Potenzial für ein sehr erfolgreiches Wochenende, nehmen aber aus zwei Rennen nur zwei Punkte mit.
Der Samstag war wirklich ein fantastischer Tag. Er brachte gemischte Emotionen mit sich, denn einerseits hatte ich das Gefühl, alles getan zu haben, um mich in die bestmögliche Ausgangsposition zu bringen. Andererseits entwickelten sich die Dinge mit Blick auf die Rennstrategie anders, als ich es mir nach dem Start von P3 erhofft hatte. Wir waren im zweiten Freien Training sehr schnell und konnten das ins Qualifying mitnehmen. Eine starke Gruppen-Qualifikation, dann brillante Duelle, die uns Startplatz drei sicherten – ein großartiges Ergebnis für uns. Wir waren bereit, den vorhandenen Speed im Rennen zu maximieren und alles herauszuholen, was das Paket bietet, um wirklich mitzukämpfen.
Die erste Rennhälfte war tatsächlich nahezu perfekt, denn wir lagen in den Top drei und hatten gleichzeitig die meiste Energie, etwas, das für uns in diesem Jahr sehr ungewöhnlich ist. Genau deshalb fühlt es sich sehr bitter an, wenn man am Ende so weit hinten ins Ziel kommt. Ich möchte nicht zu sehr auf Details und Strategie eingehen, da wir das intern besprechen werden, aber einige Entscheidungen wirkten aus dem Cockpit heraus etwas verwirrend. Am Ende war es im Auto eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Gleichzeitig konnten wir sehen, welches Tempo das Paket hier hatte, und ich fühlte mich großartig im Auto. Deshalb ging ich mit viel Selbstvertrauen in das zweite Rennen des Wochenendes.
Am Sonntag fühlte sich das Freie Training erneut sehr gut an. Vielleicht nicht ganz so schnell wie am Samstag, aber immer noch konkurrenzfähig, und wir beendeten die Session in den Top drei. Die erste Qualifing Runde war sehr stark, alles am Limit und hätte uns auf P1 oder P2 gebracht. Leider wurde die Runde wegen Track Limits gestrichen, sodass ich die Runde noch einmal wiederholen musste. In der Highspeed-Passage hat mir wohl die Art, wie ich den Kerb auf der linken Seite erwischt habe, Übersteuern beschert.
Für die zweite fliegende Runde hatte ich die Reifen nicht mehr. In Monaco ist es im Qualifying extrem eng, wie wir gesehen haben. Deshalb fühlte sich P6 in der Gruppe, nur wenige Hundertstel von den Top vier entfernt, nach dem Maximum an, das ich nach dem Verlust meiner ersten Runde noch erreichen konnte.
So weit hinten in Monaco zu starten zwang uns, unsere Strategie entsprechend anzupassen. Das zweite Rennen ohne Pit Boost ist stärker auf Effizienz ausgerichtet und wir wissen, dass dies keine Stärke unseres Pakets ist.
Wir versuchten, eine gute Balance zwischen Energiesparen und Fortschritten im Feld zu finden. Wir waren auf dem Weg zu einigen Punkten und die Strafe, die uns aus den Punkterängen warf, war frustrierend. Ich glaube, dass es zwischen Buemi und mir fairer Rennsport war und dass es keine Strafe für einen von uns hätte geben sollen.
An diesem Wochenende wieder Punkte zu holen, war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig fühlt es sich etwas bittersüß an, weil wir wissen, dass mehr möglich gewesen wäre. Wir werden nach Sanya mit mehr Verständnis, mehr Daten und hoffentlich mehr Chancen kommen, um konstant Punkte zu holen.“

